Geschichten von Licht und (viel) Schatten der vergangenen hundert Jahre

Montag 16. April 2018, 13:06

Ringvorlesung widmete sich dem Bösen in der Literatur.
Vorlesung in dieser Woche auch im Live-Stream - Thema Exorzismus.

Ringvorlesung an der Hochschule Mittweida:
Prof. Dr. Silke Meyer und Prof. Dr. Thoralf Gebel
über das Böse in der Literatur.

In der vierten Episode der Ringvorlesung sprachen am vergangenen Mittwoch Prof. Dr. Silke Meyer und Prof. Dr. Thoralf Gebel über das Böse in der Literatur. Beide lehren an der Fakultät Wirtschaftsingenieurwesen der Hochschule Mittweida. Die bisherigen Vorlesungen und deren Diskussion Revue passieren lassend präsentierten sie drei Thesen und belegten diese an zwölf Büchern, die eine große Bandbreite der Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts abdeckten.

Meyer und Gebel fanden das Böse beispielsweise im stalinistischen Terror in Alexander Solschenizyns Archipel Gulag genauso wie in der theokratischen Diktatur in Margaret Atwoods The Handmaid‘s Tale oder der Professionalisierung von Selbstmordattentaten in Juli Zehs Leere Herzen. Der Vortrag der beiden Wirtschaftswissenschafter wurde von einer erneut lebhaften Diskussion gefolgt.

Vorlesung am Mittwoch: Der Exorzismus - Rückfalls ins Mittelalter oder Ansatz zur Befreiung des Bösen

Vor einiger Zeit ging die Meldung durch die Presse, dass die katholische Kirche 3000 Exorzisten ausbilden will. Denn auch heute noch suchen Menschen Hilfe, weil sie sich vom Bösen bedrängt oder besessen fühlen. 
Sind angeblich „Besessene“ nur ein „Fall“ für die Psychiatrie? Wie soll man das Böse, das als Realität ja nicht zu leugnen ist, begrifflich fassen? Gibt es den Teufel und Dämonen? Und wie sähe eine zeitgemäße „Methode“ zur Befreiung vom Bösen aus?

Antworten auf diese Fragen gibt Pater Hermann Kügler. Er ist katholischer Ordenspriester und Pastoralpsychologe bei den Jesuiten in Deutschland.

Diese Vorlesung wird auch per Live-Stream auf "HSMW 1 aktuell" übertragen.

Öffentliche Ringvorlesung im Sommersemester an der Hochschule Mittweida: 13 Veranstaltungen gehen „dem Bösen“ auf den Grund.

Nach 2012, 2014 und 2016 gibt es zum vierten Mal es an der Hochschule Mittweida eine öffentliche Ringvorlesung. Alle zwei Jahre findet sie im Wechsel mit der 2017 erfolgreich gestarteten Veranstaltungsreihe „Dialog kontrovers“ statt. Beide Formate werden vom Institut für Kommunikation, Kompetenz und Sport an der Hochschule (IKKS) organisiert.

In diesem Semester geht es um „das Böse“: Das Böse ist überall. Es scheint uns täglich zu begegnen - in den Nachrichten über Terrorangriffe, Naturkatastrophen, Epidemien, über Amokläufe oder die Unbarmherzigkeit politischer Autokraten, aber auch als Lüge, Betrug und Täuschung im menschlichen Miteinander.

Die einzelnen Vorlesungen gehen dem Bösen über seine vielen Erscheinungsformen hinweg auf den Grund. Dreizehn Vorlesungen mit Referentinnen und Referenten aus unterschiedlichen Disziplinen und Institutionen beleuchten, klären auf – und regen an zum Gespräch. Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.

Die Vorlesungen finden im Zeitraum vom 21. März bis 20. Juni 2018 immer mittwochs von 18:15 Uhr bis ca. 20:00 Uhr im Zentrum für Medien und Soziale Arbeit der Hochschule Mittweida (Bahnhofstraße 15) statt. Der Veranstaltungsort ist barrierefrei zugänglich. Der Eintritt ist kostenlos.

Ausführliche Informationen zur Ringvorlesung mit allen Terminen und Themen finden sich hier: www.hs-mittweida.de/ringvorlesung

Alle Vorlesungen werden aufgezeichnet und auf dem YouTube-Kanal der Hochschule bereitgestellt. Hier geht es direkt zur Vorlesung von Prof. Dr. Silke Meyer und Prof. Dr. Thoralf Gebel.  

presse@hs-mittweida.de